Atelier Kehl

Neue Wege für den Kreativ-Geheimtipp am Rhein

Corona war ein Schlag ins Kontor - jetzt geht wieder was ...

Im Herbst 2019 eröffnete das neue Kulturhaus nach aufwändigem Umbau (ehemals Tulla-Schule) seine Pforten und damit alle darin ansässigen Kultureinrichtungen. Darunter auch das Atelier Kehl. Alles rollt hoffnungsvoll an und dann PENG: Corona!  Alles macht im März 2020, nach noch nicht einmal einem halben Jahr, wieder dicht. Das junge Atelier wird von Lockdowns und Grenzschließungen geplagt. An Aufbauarbeit, Pflege von Kundenkontakten, an grenzübergreifenden Kulturaustausch zwischen Strasbourg und Kehl oder an öffentliche wie mediale Präsenz ist nicht zu denken.

 

All die mühsam ersonnen Konzepte, wie die chicken Räumlichkeiten selbst, können gar nicht genutzt werden und die freiberuflich arbeitenden Lehrkräfte hängen in der Luft. Das ist zermürbend, so der Leiter der Kunstschule Offenburg, Michael Witte, der für das Atelier als Offenburger Dependance verantwortlich ist.

Michael Witte

Aber wie gehts weiter?

Für zukunftsweisende Konzepte, mit jetzt neuen, teils veränderten Vorzeichen, bleibt für die zwei einzigen festangestellten Beschäftigten der Kunstschule Offenburg, Michael Witte und Kristina Köpp, kaum Zeit. "Das Alltagsgeschäft raubt uns einfach die Kapazitäten für jetzt wichtige Anschubkonzepte. Wir hoffen durch die Studierenden der Hochschule Kehl, Anregungen und Unterstützung zu bekommen", so Witte. Schon jetzt zeichnet sich eine defizitäre Entwicklung ab. Für das Atelier, das wie ein Startup anfänglich für drei Jahre mit jährlich 20.000 € gestützt wurde, lief im August 2022 die kommunale Förderung aus.

Planungsdefizite

Das Team FP 33 besucht das Atelier Kehl im städtischen Kulturhaus. Ein neuer und toller Kreativort, von dem coronabedingt kaum jemand etwas weiß.

 

Ein Briefing der Atelierleitung gibt Hoffnungen, Defizite und die große Lust, etwas Neues zu "wuppen" zu erkennen.  Überraschung: Für seine regelmäßigen Meetings darf das Team FP 33 zukünftig den Raum nutzen und Tuchfühlung mit dem künstlerischen Flair aufnehmen.


Der Atelierraum mit max. 12 Sitzplätzen, flexiblen Arbeitstischen, Pin-Boards, mit gut bestücktem Materiallager und selbstdimmender, künstlicher Tageslichtbeleuchtung ist zweckmäßig und sehr angenehm ausgestattet. Aber es gibt nur einen Raum. Ein Problem für die Bespielbarkeit des Ateliers, denn Termine, deutsch und französische Kursangebote, ließen sich mit zwei Räumen flexibler und ansprechender koordinieren und präsentieren. Der Anspruch ist hoch, soll doch das Atelier allen Bevölkerungsgruppen im Kehler Umfeld und darüber hinaus niederschwellige wie ambitinierte Angebote offerieren und den Zugang zu künstlerische Betätigung und Anleitung eröffnen. Mit einem mobilen Atelier soll die unzureichende Raumplanung ausgeglichen und sowohl auf französischer wie deutscher Seite direkt vor Ort möglich werden.

Ein Sack voller neuzudenkender Fragen

Kehl - als neuer Bespielort, der Mangel eines Vorort-Büros, das Kundschaft bei Fragen ansteuern könnte wie auch öffentlicher Bekanntheit, finanzielle Engpässe, eine zu knappe Raumdisposition und, und und - all das wirft Fragen auf. Aber Krisen bergen eben auch Chancen. Kurzum: Wie wollen wir das Atelier nutzen, welche Angebote bzw. Formate oder auch Kooperationen offerieren wir, wie erreichen wir ein neues Publikum, auf welchen Wegen, wie verankern wir uns in der öffentlichen Wahrnehmung, wie aktivieren wir die Öffentlichkeit und wie schaffen wir Konstanz und nachhaltige Effekte - wie können wir das alles machen? - fasst Michael Witte zusammen.

Wir tasten uns ran und entwickeln einen Plan

Um eine Gefühl für das Atelier Kehl und seine Angebote zu bekommen, haben wir Gelegenheit selbst künstlerisch aktiv zu werden. Eine erkenntnisreiche Erfahrung, die auch für strategische Maßnahmen hilfreich ist. MEHR

Wir beleuchten das Atelier Kehl mit verschiedenen Denkmodellen, Matrizes und Business Tools aus verschiedenen Perspektiven, führen die Ergebnisse zusammen, hinterfragen, gewichten und leiten daraus umsetzbare Maßnahmen ab.  Demnächst MEHR.


Unsere erste Mission - ein Vision entwickeln ...

Menschen orientieren sich am WARUM und weniger am WAS und Wie, man etwas macht. Das lernen wir aus dem Bereich der Verkaufs- und Marketing-Strategen. Das Denkmodel "Goldener Kreis", das Simon Sinek Anfang der 2000er Jahre entwickelt hat, ist ebenso einfach wie wirkungsvoll. Kein Wunder, dass es auf YouTube mehr als 17 Millionen mal angeklickt wurde. Sinek hat Apple, Martin Luther King und die Gebrüder Wright verglichen und nach ihrem Erfolgsrezept geforscht und es gefunden.

 

Es ist die innere Motivation und Haltung, ja der unbedingte Glaube an etwas, was sie gegen alle Widrigkeiten durchsetzen müssen. Menschen orientieren sich eben an Menschen, die auch glauben, was sie glauben.

 

Interessant - warum sollen wir so ein mächtiges Tool nicht für das Atelier Kehl verwenden. Es ist ja noch im Aufbau und damit form- und vermittelbar. Aber ein zweistündiger Workshop kann freilich nur der Anfang eines Prozesses sein ... MEHR demnächst


Wir arbeiten an einer Analyse

So eine Analyse zu erarbeiten ist nicht einfach, vor allem das Ganze knapp und klar darzustellen und so zu verdichten, dass der Leser sich nicht durch eine "Bleiwüste" durcharbeiten muss, sondern eine Impuls - und Entscheidungshilfe an der Hand hat.

 

Der Wechsel von Schrift und Visualiserungen kann dabei helfen oder die Zuhilfenahme digitaler Formate, auf die mittels QR-Code auf diese Projekt-Website hingewiesen werden kann. Jedes Team ist frei in seiner Gestaltung und Vorgehensweise. Vielleicht hilft die untenstehende kleine Orientierungshilfe. Die Bilder lassen sich per Click vergößern.


Anfrage im Rahmen "Kommunales Kulturmanagement"

Projekte entwickeln sich, während man sie gestaltet. Es gibt immer wieder Rückschläge und unerwartete Glückseffekte, das macht das Ganze so spannend und zwingt uns flexibel zu bleiben.

Tolle Räumlichkeiten und Arbeitsbedingungen hat die Dependance der Kunstschule Offenburg im funkelnagelneuen Kulturhaus der Stadt Kehl. Erste Kurse laufen bereits, aber da geht noch mehr. Problem: Es wissen einfach zu wenig Menschen davon. Kunstschul-Chef Michael Witte hat die zündende Idee: Wir fragen einfach mal das Team FP 33 von der Hochschule Kehl. Das sind junge Leute, die schon mit coolen Ideen auf sich aufmerksam gemacht haben, vielleicht können die eine Marketingstrategie entwickeln, die uns regional und medial "boostert".

Nehmen wir die Herausforderung an?

Na klar, wir versuchen unser Bestes. Es muss halt machbar sein. Denn wir machen keine Projekte für die Schublade, sondern nur echte Projekte, die leben, unterstützen und kulturelles Engagement sichtbar machen. Das heißt natürlich mit den echten Macherinnen und Machern in der Kunstschule zusammenarbeiten, mit Usern auf Tuchfühlung gehen, reinhorchen, selbst erleben, analysieren und dann Kopf, Bauch und Herz einschalten, damit dabei etwas heraus kommt, was das Problem löst und uns persönlich auch weiter bringt.

Und wie läuft das ab?

Da links ist mal ein Prozess skizziert, den wir versuchen können. Meist reicht die Zeit nicht. Wir schauen uns auf alle Fälle einige Business- und Marketing-Tools an, probieren uns im Präsentieren und im Meistern realer Situationen, machen Interviews, bekommen in der Schreibwerkstatt Einblicke wie man mediengerecht schreibt, versuchen uns im Foto-Shooting, gehen auf Exkursionen und hoffen, dass uns die Corona-Bestimmungen keinen Strich durch die Rechnung machen. Aber a bissl was geht immer.


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Ich mache Unternehmen und Kommunen mit Kultur attraktiver, sichtbarer und wettbewerbsfähiger.

 

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